Energielabel

Neben guten Gebrauchseigenschaften sind insbesondere ein niedriger Energie- und auch Wasserverbrauch wichtige Entscheidungskriterien für die Auswahl eines Elektrogroßgerätes. Das Energielabel (auch: Energieetikett, EU-Label, Energylabel) informiert seit 1996 genau darüber. Diese Verbraucherinformation ist gesetzlich vorgeschrieben und gilt in der gesamten Europäischen Union. Alle in Ausstellungs- und Verkaufsräumen aufgestellten Geräte aber auch im Internet zum Verkauf angebotene Geräte müssen dieses Energielabel tragen. Je nach Verbrauch werden die Geräten in Energieeffizienzklassen eingeteilt, die zusätzlich farblich abgestuft sind: von grün = niedriger Energieverbrauch über gelb bis rot = hoher Energieverbrauch. Der Verbraucher soll so auf einen Blick besonders sparsame Geräte erkennen können, das Label soll ihm als Orientierung und Vergleichsmöglichkeit beim Kauf neuer Haushaltsgeräte dienen.

Für folgende Hausgeräte gilt die Kennzeichnungspflicht

  • Kühl- und Gefriergeräte
  • Waschvollautomaten
  • Wäschetrockner
  • Waschtrockner
  • Geschirrspüler
  • Elektro- und Gas-Backöfen
  • Dunstabzugshauben
  • Staubsauger

Folgende Informationen bietet das Energielabel

  • Umweltrelevante Daten wie z.B. Strom- und Wasserverbrauch
  • Gebrauchseigenschaften wie z.B. Nutzinhalt, Fassungsvermögen, Schleuderwirkung.
  • Das grundsätzliche Erscheinungsbild mit farbigen Balken von dunkelgrün (hohe Effizienz) bis rot (niedrige Effizienz) sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert.
  • Meist sind sieben Energieeffizienzklassen möglich.
  • Das Label enthält nur Piktogramme und ist somit sprachneutral.
  • Das Label wird als ganzes jedem Gerät beigefügt. Ausnahme Waschtrockner: dieses Energielabel besteht noch aus neutralem Grundetikett und gerätespezifischem Datenstreifen.
  • Bei jeder Werbung, die den Energieverbrauch oder Preis eines bestimmten Gerätemodells angibt, muss die Energieklasse des Produktes deutlich erkennbar sein. Die gleichen Bestimmungen gelten in sämtlichen technischen Werbeschriften wie beispielsweise in technischen Handbüchern oder in Broschüren der Hersteller, die entweder gedruckt vorliegen oder online verfügbar sind.
  • Sofern das Geräusch für eine Produktgruppe ein wichtiges Merkmal ist, ist die Angabe auf dem Label verbindlich.
  • Achtung: Bei den angegebenen Daten handelt es sich um Werte, die unter Laborbedingungen und in dem jeweilig spezifischen “Normprogramm” gemessen worden sind. Die tatsächlich entstehenden Verbrauchswerte im privaten Haushalt sind u.a. von der Nutzung und den Aufstellbedingungen abhängig.

Label-Vielfalt

Elektrogroßgeräte sind seit den 90er Jahren jedoch deutlich sparsamer geworden, daher wurde das Energielabel mehrfach umgestaltet.

Bei Haushaltsgeräten erfolgt die Einteilung meist in sieben Energieeffizienzklassen von A+++ (= dunkelgrüner Balken) bis D (= roter Balken). Ausnahmen sind die Weinkühlschränke mit zehn Klassen von A+++ bis G, für Dunstabzugshauben ist A+ bis F Pflicht, A++ bis E darf aber auch schon verwendet werden, es wird ab 2018 Pflicht. Waschtrockner werden noch mit einer alten Label-Fassung und den Klassen A bis G gekennzeichnet.

Staubsauger werden seit der Einführung im September 2015 die Klassen A bis G eingeteilt, aufgrund des technischen Fortschritts wird jedoch ab September 2017 umgestellt auf die Klassen A+++ bis D.

Der Handel darf allerdings Geräte ohne Zeitbeschränkung abverkaufen, die er noch mit „altem“ Label im Verkaufsraum oder Lager stehen hat, er muss nicht umetikettieren.

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Achtung: Nicht alle auf dem Energielabel abgebildeten Energieeffizienzklassen dürfen noch in den Handel (siehe Grafik unten). Bei Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen und Geschirrspülern erfüllen nur die drei besten Klassen A+++, A++ und A+ die Mindestanforderungen der europäischen Ökodesign-Verordnungen. A+ ist somit nicht die drittbeste sondern die schlechteste Klasse!

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Weitere Informationen zum Energielabel finden Sie unter den jeweiligen Gerätekategorien.

Ab 2019 verschwinden die „Plus“-Klassen

Das Energielabel wird modernisiert, das hat die Europäische Union 2017 beschlossen. Die auffälligste Änderung wird die Rückkehr zur einheitlichen Energieverbrauchsskala mit den Klassen A bis G. Grundsätzlich bleibt das Erscheinungsbild mit der siebenstufigen Farbskala von Rot bis Grün aber erhalten. Alle bestehenden Label werden nach und nach umgestellt. Besonders schnell gehen soll es bei Kühl- und Gefriergeräten, Geschirrspülern, Waschmaschinen, Fernseher und elektrische Lampen und Leuchten. Ziel ist, dass Ende 2019 Geräte auch tatsächlich mit dem Label A bis G im Geschäft stehen.