Energieeffizient Kochen

Gewusst wie – wer in der Küche einige einfache Regeln berücksichtigt, kann viel Energie sparen, hat die Universität Bonn im Auftrag der HEA herausgefunden. Das geht ohne großen Aufwand und ohne große Anschaffungen, denn zu Töpfen gibt es meist Deckel, fast jeder deutsche Haushalt besitzt einen Wasserkocher und eine Kaffeemaschine, ein Mikrowellengerät steht immerhin noch in drei Viertel der Haushalte.

Merkregeln zum energieeffizienten Kochen sind:

  • Wasser immer im elektrischen Wasserkocher erhitzen
  • Kochtopf immer mit Deckel benutzen und nach dem Ankochen die Leistung der Kochstelle rechtzeitig reduzieren.
  • Spezialgeräte wie Eierkocher, Kaffeemaschine und Mikrowellengerät für kleine Mengen und kurze Garzeiten nutzen
  • Kaffeemaschine und Thermoskanne nutzen. Ideal ist eine Kaffeemaschine, die direkt in die Thermoskanne brüht.
  • Im Verhältnis spart die Zubereitung größerer Mengen Energie (nur sinnvoll, wenn die gesamte Speisenmenge verwendet wird).

Wasserkocher top

Der elektrische Wasserkocher ist die schnellste und günstigste Variante für das Erhitzen von Wasser. Seine integrierte Abschaltautomatik schützt sicher vor Verschwendung – er schlägt damit klar Mikrowelle und Topf, egal bei welcher Wassermenge. Kommt der Wasserkocher nicht in Frage, da z. B. Suppe erhitzt werden soll, ist für kleine Mengen bis ca. 500 ml das Mikrowellengerät zu empfehlen. Größere Mengen (ab ca. 1 Liter) lassen sich allerdings sparsamer im Topf erhitzen.

Die gesamte Grafik als PDF laden

Deckel auf den Topf

Beim Kochen empfiehlt es sich, immer einen Deckel zu verwenden. Wird dann noch rechtzeitig nach dem Ankochen die Leistung der Kochstelle reduziert, wird besonders effizient gekocht. Bei modernen Kochfeldern kann die Ankochautomatik das Herunterschalten übernehmen.

Beispiel Pellkartoffeln: Untersucht wurde der Energieverbrauch zum Kochen von Pellkartoffeln mit unterschiedlichen, haushaltstypischen Methoden. Mit Abstand am sparsamsten: Kochen im Topf mit Deckel, wenig Wasser und rechtzeitigem Zurückschalten nach dem Ankochen. Die dreifache Energiemenge benötigt, wer die gleiche Menge Kartoffeln ohne Deckel und mit viel Wasser kocht. Empfehlenswert ist es auch, einen Schnellkochtopf zu verwenden, dieser punktet insbesondere durch die kürzere Garzeit.

Die gesamte Grafik als PDF laden

Eierkocher bevorzugen

Ein Eierkocher ist praktisch, dank Abschaltautomatik muss der Kochvorgang nicht überwacht werden. Zudem lassen sich hartgekochte Eier darin besonders energiesparend zubereiten. Aber wie viel Energie lässt sich sparen? Eine ganze Menge: Im Vergleich zum Kochen im Topf ohne Deckel verbraucht ein Eierkocher nur etwa ein Viertel der Energie. Wird die Topfmethode optimiert, also mit Deckel gekocht und nach dem Ankochen die Leistung der Kochstelle rechtzeitig reduziert, dann ist der Eierkocher immer noch um die Hälfte sparsamer.

Kaffee in die Thermoskanne

Mit einer Kaffeemaschine mit Thermoskanne lässt sich Kaffee am günstigsten zubereiten und warmhalten, denn hier wird nur Energie für das Kochen verbraucht. Wird eine Kaffeemaschine mit Glaskanne verwendet, wird zusätzlich noch Energie für die Warmhalteplatte benötigt. Daher den Kaffee direkt nach dem Brühen in eine Thermoskanne füllen, oder am besten direkt in die Thermoskanne brühen.

Eine Renaissance hat das Brühen nach „Großmutter-Art“ von Hand in die Thermoskanne erfahren. Aus energetischer Sicht allerdings nicht zu empfehlen: Wird das Wasser im Topf erhitzt, wird für die Kaffeezubereitung „von Hand“ rund doppelt so viel Energie verbraucht wie mit der Kaffeemaschine.

Die gesamte Grafik als PDF laden