Gerätetypen

Die Vielfalt der am Markt verfügbaren Kochfelder lässt sich grob wie folgt einteilen:

Elektrokochfelder

  • Glaskeramik mit Strahlungsheizkörpern
  • Glaskeramik mit Induktionsbeheizung
  • Normal- oder Blitzkochplatten in einer Kochmulde aus Edelstahl oder emailliertem Stahl

Gaskochfelder

  • Klassische Brenner in einer Kochmulde aus Edelstahl oder emailliertem Stahl
  • Gasbrenner auf Glaskeramik
  • Gasbrenner unter Glaskeramik (selten)

Bei der Entscheidung für einen bestimmten Kochfeldtyp sollte beachtet werden:

Energieverbrauch und Schnelligkeit

Die Induktion ist Spitzenreiter hinsichtlich Schnelligkeit und Energieverbrauch beim Erwärmen, z. B. beim Ankochen von Wasser. Je nach der Leistung des verwendeten Brenners und der Größe des benutzten Kochtopfes ist das Ankochen auch mit Gas schnell und die anfallenden Energiekosten sind niedriger als bei Induktions- oder Strahlungsbeheizung. Ist das Gericht heiß, und soll fertig gegart werden, kommen andere Einflussfaktoren ins Spiel:

Das verwendete Geschirr (Material, Größe, mit/ohne Deckel) sowie die Bedienung (Zeitpunkt des Runterschaltens auf eine geringere Stufe, gewählte Stufe) haben einen so großen Einfluss auf den Energieverbrauch beim Weitergaren, dem sogenannten Fortkochen, dass sie den Einfluss des verwendeten Kochsystems überdecken können. Die Tatsache, dass sich der Einfluss des Benutzers auch in einem Prüfverfahren nicht ausschließen lässt, hat dazu geführt, dass es kein Prüfverfahren für die Messung des Energieverbrauchs beim Fortkochen und damit auch kein Energielabel für Kochfelder gibt.

Regulierbarkeit

Für die Regulierbarkeit wichtig ist die feine Abstufung der Kochstufen. Ein Manko bei Gaskochfeldern kann eine schlechte Regulierbarkeit bei kleinen Kochstufen zum Beispiel zum Aufwärmen und Schmelzen sein.

Bedienung

Beim Standherd oder beim Einbau über einem Einbauherd bzw. einem Schaltkasten erfolgt die Bedienung über Knebel an der Schalterfront. Bei autarken Kochfeldern ist die Bedienung vorne oder seitlich integriert. Sie sind häufig mit einer Touchbedienung ausgestattet, es gibt aber auch Felder mit Knebelbedienung auf dem Kochfeld selbst.

Reinigungsaufwand

Unter den Elektrokochfeldern am aufwändigsten zu reinigen sind die Normal- bzw. Blitzkochstellen aufgrund der unterschiedlichen zu reinigenden Materialien und Radien. Am besten zu reinigen ist die Glaskeramikoberfläche beim Induktionskochfeld. Im Vergleich zum Strahlungskochfeld sind bei der Induktion die Oberflächentemperaturen viel niedriger, so brennen Verschmutzungen weniger ein.

Aufgrund der hohen Flammentemperaturen und der schwierig zu reinigenden Topfträger muss bei Gaskochfeldern mit einem höheren Reinigungsaufwand als bei Elektrokochfeldern gerechnet werden. Erleichterung in dieser Hinsicht bieten die unter der Glaskeramik positionierten Gasbrenner.

Geeignetes Kochgeschirr

Aufgrund der unterschiedlichen Wärmequellen gilt bei der Auswahl des Kochgeschirrs zunächst:

Bei Induktion ist es wichtig, dass der Topfboden mit einem magnetischen Boden ausgestattet ist. Wollen Sie ihre vorhandenen Töpfe weiterverwenden, können Sie dies mit einem Magnet prüfen. Bei allen anderen Elektrokochfeldern sollten die verwendeten Töpfe einen ebenen Boden aufweisen und im Durchmesser in etwa dem Kochstellendurchmesser entsprechen, damit seitlich keine Wärme verlorengeht und die Wärmeübertragung nicht durch etwaige Luftpolster zwischen Topf und Kochstelle behindert wird.

Bei Gaskochfeldern mit offener Flamme können alle Töpfe eingesetzt werden.

Für alle Kochfeldtypen gilt:

Damit nur wenig Dampf (und damit Energie) beim Garen entweichen kann, sollte das Geschirr mit einem gut schließenden Deckel ausgestattet sein. Je besser die Wärmeverteilung auf dem Geschirrboden, desto weniger brennt an und Gebratenes bräunt gleichmäßig.

Dazu sollte die Materialdicke des Topfbodens 4 mm nicht unterschreiten. Besonders gleichmäßig ist die Wärmeverteilung bei Geschirr mit Sandwichboden, sofern die Wärme ausgleichende Schicht (meist Aluminium) ausreichend dick ist.