Das Energielabel gibt Auskunft

Die wichtigsten Informationen für den Neukauf von Hausgeräten.

Bereits seit mehr als 20 Jahren informiert das europäische Energielabel mit dem bekannten Ampelsystem Verbraucher über den Energie- und Wasserverbrauch von Elektrogroßgeräten. Mittlerweile müssen Kühl- und Gefriergeräte, Waschvollautomaten, Wäschetrockner, Waschtrockner, Geschirrspüler, Backöfen, Dunstabzugshauben sowie Staubsauger mit dem Label gekennzeichnet werden. „Die Energieeffizienzklasse ist mit einem Blick zu erfassen. Dagegen sind die weiteren Piktogramme und Angaben auf dem Label bei vielen Verbrauchern unbekannt“, erklärt Claudia Oberascher von der Initiative HAUSGERÄTE+. „Dabei sollte neben dem Energieverbrauch auch die weiteren angegebenen Geräteeigenschaften, beispielsweise die Geräuschentwicklung bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden.“ Erst mit einem Vergleich aller Angaben lässt sich genau das Gerät finden, das ideal zu den individuellen Ansprüchen und Bedürfnissen passt.

Die Initiative HAUSGERÄTE+ hat die wichtigsten Angaben der Energielabels zusammengefasst:

Für alle Produktgruppen geben die farbigen Balken auf dem Energielabel Auskunft über die Energieeffizienz: Grün symbolisiert die beste, rot steht für die schlechteste Klasse. Die Energieeffizienzklassen reichen je nach Produktgruppe von A+++ bis G. Doch Vorsicht: Waschmaschinen, Geschirrspüler sowie Kühl- und Gefriergeräte dürfen nur noch mit den drei besten Klassen A+, A++ und A+++ in den Handel.

Das Energielabel gibt Auskunft
Bildquelle: © HAUSGERÄTE+ / Miele

Waschmaschine, Wäschetrockner und Waschtrockner:

Beim Kauf einer Waschmaschine sollten Verbraucher neben dem Energie- und Wasserverbrauch auch auf die Schleuderwirkungsklasse achten. Diese reicht von A bis G und gibt an, wie feucht die Wäsche nach dem Schleudern ist. Je schlechter diese ist, desto teurer wird der anschließende Durchlauf im Wäschetrockner. Ein wichtiger Faktor ist auch die maximale Füllmenge. Für einen Ein-Personen-Haushalt ist ein Fassungsvermögen von drei bis fünf Kilogramm meist ausreichend, ab vier Personen sollte die Trommel mindestens acht Kilogramm fassen können. Bei Wäschetrocknern wird außerdem die Kondensationseffizienzklasse von A bis G ausgewiesen. Diese gibt an, wie viel Feuchtigkeit der Wäschetrockner nicht im Kondensationsbehälter sammeln kann, sondern an die Luft gibt. Je weniger, desto besser. Waschtrockner, eine Kombination aus Waschmaschine und Trockner, tragen noch das alte Energielabel, das optisch etwas anders aussieht. Hier sollten Verbraucher auf die maximale Beladungsmenge achten. Diese ist zum Trocknen niedriger als zum Waschen. Um gute Trockenergebnisse zu erzielen, muss zum Trocknen die Wäschemenge je nach Modell um die Hälfte bis ein Viertel reduziert werden.

Backofen und Dunstabzugshaube:

Bei Dunstabzugshauben gibt die fluiddynamische Effizienz Auskunft über die Beziehung zwischen Luftförderleistung und Energieverbrauch und der Fettabscheidegrad bewertet den Prozentsatz an Fett, der aus der angesaugten Luft in den Fettfiltern der Dunstabzugshaube aufgenommen wurde. Zusätzlich wird auf dem Label die Beleuchtungseffizienz angegeben. Viele Hauben sind mit sparsamen LED-Lampen ausgestattet, die für eine effiziente und langlebige Beleuchtung der Kochfläche sorgen. Verbraucher finden auf dem Energielabel für Backöfen die Info, ob das Gerät mittels Strom oder Gas betrieben wird und wieviel Liter der Garraum fassen kann. Bei dieser Geräteklasse sollten Verbraucher wissen, dass nur der Ofen der Kennzeichnung des Energielabels unterliegt, nicht aber das meist dazu gehörige Kochfeld. Ebenso tragen Mikrowellen und Dampfgarer kein Energielabel.

Geschirrspüler:

Zusätzlich zur Energieeffizienzklasse und dem Wasserverbrauch ist auf dem Energielabel von Geschirrspülern die Trocknungswirkung in den Klassen A bis G angegeben. Kommt der Geschirrspüler in einer offenen Küche bzw. Wohnküche zum Einsatz, ist die in Dezibel angegebene Geräuschentwicklung während des gesamten Reinigungsvorgangs besonders wichtig.

Kühl- und Gefriergeräte:

Der Kühlschrank gehört zur Grundausstattung in jedem Haushalt und ist ununterbrochen in Betrieb. Er sorgt für etwa ein Fünftel des Stromverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts. Daher lohnt sich ein vergleichender Blick auf den durchschnittlichen Energieverbrauch, angegeben in kWh pro Jahr. Bei der Kaufentscheidung sollten Verbraucher außerdem die Haushaltsgröße und den idealen Nutzinhalt für Kühl- und Gefrierfächer, angegeben in Liter, beachten. So genügt für 1- und 2-Personen-Haushalte ein Nutzinhalt von etwa 120–140 Litern, bei steigender Personenzahl sollte man 60 Liter pro Person zusätzlich einplanen. Auch bei Gefrierschränken und Gefriertruhen sollte der Nutzinhalt dem Bedarf entsprechen. So reichen 50–80 Liter pro Person bei geringer Vorratshaltung und 100–130 Liter pro Person bei ausgeprägter Vorratshaltung.

Staubsauger:

Die Reinigungsklasse ist bei Staubsaugern fast genauso wichtig wie der Energieverbrauch. Denn diese gibt an, wie gut das Gerät Staub und Dreckpartikel von Teppichböden und Hartböden, beispielsweise Fliesen, Laminat oder Holzdielen, aufnimmt. Die Staubemissionsklasse bewertet das Staubrückhaltevermögen, also die Sauberkeit der Ausblasluft, auf die besonders Allergiker achten sollten.

Auf der Homepage der Initiative HAUSGERÄTE + gibt es weitere wertvolle Tipps rund um das Thema Hausgeräte, Checklisten für den Gerätekauf und einen Online- Geräteberater: www.hausgeraete-plus.de

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