Energieeffizienz beginnt mit Umdenken

Initiative HAUSGERÄTE+ erklärt, warum kürzere Programmlaufzeiten bei modernen Waschmaschinen nicht gleich besser ist.

Klimaschutz und Energieeffizienz sind nach wie vor wichtige Themen – auch auf der IFA in Berlin, die am 1. September 2017 startet. Verbraucher können sich dort wieder über besonders energieeffiziente Hausgeräte informieren. Doch um den eigenen Verbrauch zu reduzieren und damit zum Klimaschutz beizutragen, ist es nur mit dem Kauf eines besonders sparsamen Gerätes nicht getan – wer im Haushalt Energie sparen möchte, muss sich auch auf andere Nutzungsgewohnheiten einstellen. „Dank innovativer Technik verbrauchen moderne Hausgeräte deutlich weniger Strom, allerdings funktionieren die Geräte heute auch anders“, erklärt Claudia Oberascher von der Initiative HAUSGERÄTE+. „Im Betrieb läuft beispielsweise die Waschmaschine schon einmal gut und gerne drei Stunden. Das stößt bei vielen Verbrauchern auf Unverständnis.“ Die Initiative HAUSGERÄTE+ erklärt, warum man für mehr Energieeffizienz umdenken und sich von alten Gewohnheiten im Umgang mit Hausgeräten verabschieden sollte.

Energieeffizienz beginnt mit Umdenken
Bildquelle: © HAUSGERÄTE+ / Miele

Wer länger wäscht, spart Energie

Für einen möglichst geringen Energieverbrauch, sind lange Laufzeiten notwendig. Denn durch die längere Waschphase hat das Waschmittel mehr Zeit zu wirken und die Waschmaschine muss nur kurze Zeit auf hoher Temperatur laufen. In der übrigen Zeit verbraucht sie kaum Energie. Zudem sind bei vielen Eco-Programmabläufen die Drehbewegungen der Trommel geringer, so dass der Temperaturabfall von Wäsche und Wasser sehr niedrig ist und die Heizung nur wenig zusätzliche Energie aufwenden muss, um erneut die richtige Temperatur zu erreichen. Im Vergleich zu herkömmlichen Waschprogrammen lassen sich mit der Eco-Option bis zu 40 Prozent Energie sparen. „Muss es dennoch einmal schnell gehen, können jederzeit auch die normalen oder Kurzprogramme genutzt werden. Verbraucher sollten sich aber bewusst sein, dass die kurzen Laufzeiten zu Lasten der Umwelt und Haushaltskasse gehen“, so Claudia Oberascher. Dasselbe Prinzip gilt übrigens auch für die Geschirrspülmaschine.

Langes Warten mit der Startzeitvorwahl umgehen

Um nicht stundenlang auf frische Wäsche oder sauberes Geschirr zu warten, verfügen moderne Wasch- und Spülmaschinen in der Regel über eine Startzeitvorwahl. Mit dieser Funktion ist das Gerät zur vorgegebenen Zeit fertig. Der Programmbeginn kann von einer bis zu 24 Stunden vorgewählt werden – in Schritten von einer bis zu einer halben Stunde. So läuft die Maschine im Sparprogramm bequem mehrere Stunden lang und ist fertig, wenn der Nutzer beispielsweise abends nach der Arbeit nach Hause kommt. Wer die Programmvorwahl nutzen möchte, sollte allerdings ein Gerät mit Komplettschutz vor Wasserschäden verwenden.

Tipps für trockenes Geschirr

Neue Spülmaschinen laufen im Vergleich zu Altgeräten nicht nur länger, sie weisen oftmals auch ein etwas vermindertes Trocknungsergebnis auf. Während Geschirrspüler vor zehn Jahren meist einen energiefressenden Heizstab hatten, besitzen moderne Maschinen einen effizienten Durchlauferhitzer. Damit verändern sich zugunsten des Stromverbrauchs aber auch die Trocknungseigenschaften. „Mit einigen Tipps kann aber auch bei modernen Geräten die Trocknungsleistung verbessert werden“, weiß die Expertin von HAUSGERÄTE+. Beispielsweise sollten Verbraucher statt auf sogenannte Kombi-Tabs lieber auf einzelne Reinigungsprodukte zurückgreifen. Einzeln entfalten Spülmaschinenreiniger, Regeneriersalz und Klarspüler eine bessere Wirkung. Wird außerdem die Tür des Geschirrspülers nach Programmende für einen Moment komplett geöffnet, kann der Wasserdampf aus dem Gerät entweichen und das Geschirr trocknet schneller. Um die Trocknung zu optimieren, haben auch die Hersteller in den letzten Jahren verschiedene Lösungen entwickelt: So verfügen moderne Geschirrspüler über spezielle Trocknungs-Funktionen.

Auf der Homepage der Initiative HAUSGERÄTE + gibt es weitere wertvolle Tipps rund um das Thema Hausgeräte, Checklisten für den Gerätekauf und einen Online-Geräteberater: www.hausgeraete-plus.de

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