Coole Entscheidung für niedrigere Stromkosten

Austausch von alten Kühl- und Gefriergeräten lohnt sich doppelt: Neugeräte mit bester Effizienzklasse A+++ verbrauchen bis zu 70 Prozent weniger Strom / Praktische Extras für mehr Komfort / HAUSGERÄTE+ gibt Tipps zum Gerätekauf

Kein Haushaltsgerät arbeitet eifriger als der Kühlschrank oder das Gefriergerät: 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr tun sie alles dafür, dass Lebensmittel frisch und haltbar bleiben. Damit haben sie einen nicht unerheblichen Anteil an der monatlichen Stromrechnung, ihr Anteil am gesamten Stromverbrauch eines Haushalts liegt bei bis zu 20 Prozent. Umso sinnvoller ist es daher, ein Modell zu besitzen, das möglichst energiesparend arbeitet. „Wer jetzt seinen alten Stromfresser gegen ein effizientes Neugerät austauscht, kann gut und gerne 70 Prozent Strom sparen“, weiß Claudia Oberascher von der Initiative HAUSGERÄTE+. Beim Gerätekauf erleichtert das Energielabel, das sich auf allen Geräten befindet, die Orientierung. Es gibt Auskunft über den durchschnittlichen, jährlichen Verbrauch in Kilowattstunden. So lassen sich die einzelnen Modelle gut miteinander vergleichen. Oberascher rät, sich beim Kauf eines Kühlschranks oder Gefriergeräts für Modelle der besten Energieeffizienzklasse A+++ zu entscheiden; nur sie garantieren auch die höchste Effizienz und damit die größten Einsparpotenziale.

Coole Entscheidung für niedrigere Stromkosten
Bildquelle: © HAUSGERÄTE+ / Liebherr

A+ ist die schlechteste Klasse

Auf dem Energielabel sind zwar sieben Effizienzklassen abgebildet, tatsächlich dürfen aber nur Kühl- und Gefriergeräte mit den drei besten Klassen A+, A++ und A+++ in den Handel kommen. „Die Klasse A+ ist damit die schlechteste“, betont Claudia Oberascher. Im Vergleich zu einem A+++-Kühlschrank verbrauchen Geräte der Klasse A+ etwa 50 Prozent mehr Strom. Besonders deutlich zeigt sich der Unterschied zwischen einem A+++-Gerät und einem Altgerät: Legt man den aktuellen Strompreis von rund 0,27 Cent pro Kilowattstunde* zugrunde, lassen sich zum Beispiel mit einer hocheffizienten Kühl-Gefrierkombination rund 80 Euro im Jahr sparen.

*Arbeitspreis ohne Grundpreis

 Wie effizient die neuen Geräte arbeiten, zeigt die Initiative HAUSGERÄTE+ auch anhand einer Rechnung, die einen anderen Energieverbraucher zum Vergleich heranzieht: eine handelsübliche 18-Watt-Halogen-Glühlampe. Im Vergleich mit einer beispielhaften Kühl-Gefrier-Kombination, die eine Energieeffizienzklasse von A+++ aufweist, steht die Halogenlampe schlecht da. Denn rechnet man den Jahresverbrauch dieses Kühlgeräts auf den Verbrauch pro Stunde herunter, so liegt dieser nur bei 15,8 Wattstunden und damit niedriger als bei der Halogenlampe.

Zusätzlicher Komfort

Neben einer deutlichen Einsparung von Energie bieten neue Kühl- und Gefriergeräte auch zahlreiche andere Vorteile: Zum Beispiel sind Mehr-Zonen-Modelle mit integrierten Null-Grad-Fächern eine gute Wahl. Darin halten sich Lebensmittel bis zu drei Mal länger frisch als im herkömmlichen Kühlbereich. Für Geräte mit Schnellkühlungs- oder Schnellgefrierfunktion stellt auch der große Wocheneinkauf kein Problem dar. Die Temperatur wird kurzzeitig um einige Grad gesenkt, um die Lebensmittel schnell auf die optimale Lagertemperatur zu bringen. Besonders praktisch sind Modelle mit No-Frost-Funktion im Gefrierteil. Diese wirkt dem Energiefresser Eis entgegen, Abtauen ist bei diesen Geräten nicht mehr notwendig. Zusätzlichen Komfort bieten ein Display mit digitaler Temperaturanzeige, transparente Schubladen und Körbe, eine gleichmäßige Innenbeleuchtung für eine gute Übersicht über alle Vorräte sowie auch ein niedriger Geräuschpegel. Dieser ist übrigens ebenfalls auf dem Energielabel vermerkt.

Tipps für die richtige Kaufentscheidung

Wer sich für niedrigere Stromkosten und mehr Komfort entscheidet, sollte beim Kühlschrankkauf auf einige Punkte achten:

  • Richtige Größe wählen: Für Ein- und Zwei-Personenhaushalte reicht meist ein Kühlschrank mit 120 bis 140 Liter Nutzinhalt. Pro weiterer Person werden etwa 50 Liter zusätzlich benötigt. Beim Gefrieren sind bei normaler Vorratshaltung 50 bis 80 Liter Nutzinhalt pro Person sinnvoll, bei ausgeprägter Vorratshaltung können es auch 100 bis 130 Liter sein.
  • Verbrauch vergleichen: Auch innerhalb einer Energieeffizienzklasse kann der Jahresverbrauch unterschiedlich hoch sein. Ein Blick auf das Energielabel gibt darüber Auskunft.
  • Bei Gefriergeräten auf Bauform achten: Gefriertruhen sind durch ihre kompakte Form rund 10 bis 15 Prozent stromsparender als Gefrierschränke, benötigen aber mehr Stellfläche.
  • Kühlgeräte mit dynamischer Kühlung bevorzugen: Hier verteilt ein Ventilator die gekühlte Luft gleichmäßig im Kühlraum; dadurch ist die Temperaturdifferenz zwischen den einzelnen Ablageregalen minimal. Es entfällt das Einräumen der Lebensmittel nach Temperaturzonen, die gelagerten Lebensmittel kühlen schneller ab.
  • Abfall vermeiden: Bei Modellen mit Null-Grad-Technik bleiben Lebensmittel bis zu dreimal länger frisch. Das verringert den Lebensmittel-Abfall und man muss auch weniger oft einkaufen gehen.

Weitere Tipps rund um das Thema Hausgeräte sowie Checklisten zum Gerätekauf finden sich auf der Website von HAUSGERÄTE+: www.hausgeraete-plus.de. Hier leitet zudem ein Online-Geräteberater durch den Gerätedschungel und sucht aus rund 2.000 aktuellen Modellen das passende Gerät aus.

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